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eBalance-Botschafter

Anita Züllig (44), -9 kg

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Steckbrief Anita Züllig :
  • Alter: 44
  • Wohnort: Wettswil am Albis ZH
  • Beruf: Familie- und Kindertagesstätte-Magagerin, Anwältin und Referentin Arbeitsrecht
  • Grösse: 174 cm
  • Gewicht vorher: 74 kg
  • Jetzt: 64.8 kg
  • Zielgewicht ursprünglich: 64 kg
  • Zielgewicht neu: 65 kg

«Das Programm ist seriös und realistisch»

08.2013 / Anita Züllig schreibt Eigenverantwortung gross. Für sie war eBalance deshalb ideal. 9 Kilo hat die Juristin mit der Unterstützung des Online-Programms abgenommen. Jetzt fühlt sie sich wieder attraktiv und weiss auch, wie sie ihr Wohlfühlgewicht halten kann.

«Ich glaube nicht an Heilsversprechen», sagt Anita Züllig. «Das Abnehmen kann einem nichts und niemand abnehmen. Man muss es selber anpacken und innerlich wirklich dazu bereit sein.»

Die Juristin, die ihre Familie managed, eine Kindertagesstätte führt und zudem als Dozentin tätig ist, spricht aus Erfahrung. Nach der dritten Schwangerschaft war sie an die obere Grenze des Normalgewichts gerückt und nicht mehr davon losgekommen, unter anderem, weil sie aus Zeitmangel den Sport total vernachlässigte. Einmal versuchte sie es mit einer Diät mit strikten Vorgaben. «Ich brauchte nichts anderes zu tun, als sie brav zu befolgen. Nur konnte das auf Dauer nicht funktionieren, weil es absolut lebenslusttötend war», sagt sie mit einem Lachen, das ihr neckische Fältchen um die Nase zaubert.

Selber ans Ziel kommen

Anders mit eBalance. Das Online-Programm stelle gute Hilfsmittel zur Auswahl, so Anita Züllig. «Ans Ziel kommen muss man jedoch selber.» Für sie ein realistischer Weg:  Sie hat inzwischen ihr Wohlfühlgewicht – 65 Kilo – erreicht und sich ein paar neue Gewohnheiten angeeignet, die sie leicht und langfristig umsetzen kann.

In erster Linie kocht sie mit weniger Fett. Mittags füllt sie sich zudem einen kleineren Teller als früher – zur Hälfte mit Gemüse oder Salat, zu je einem Viertel mit kohlenhydrat- und eiweisshaltigen Speisen. Das ist kein Spezialtrick, sondern entspricht einer ausgewogenen Mahlzeit, die gut sättigt. Für den «Gluscht» gönnt sie sich täglich eine Reihe schwarze Schoggi. «Das liegt bei eBalance ebenso drin wie gelegentlich ein Tag, an dem man nach dem Lustprinzip geht. Denn es gibt verschiedenste Justierungsmöglichkeiten, um das wieder auszugleichen.»

Die Haifischzähne aushalten

Auf eBalance gestossen ist Anita Züllig über das TV-Gesundheitsmagazin Puls. «Der seriöse Ansatz gefiel mir», sagt sie. Nach zwei Stolperunfällen, «die mir meine mangelnde Körperspannung und Flexibilität zeigten», meldete sie sich bei dem Programm an. Von Beginn weg trug sie diszipliniert in ihr Online-Tagebuch ein, was sie ass und an Energie verbrauchte. Einmal verschob Sie das Zieldatum der angestrebten Gewichtsreduktion nach hinten, wodurch sie ihr Tagesguthaben von 1400 auf 1600 Kalorien erhöhte. «Weniger war zu hart für mich, ich fror nur noch.»

Nach sieben Monaten vereinbarte sie mit sich, nur noch Tagebuch zu führen, wenn ihr Gewicht über einen Zeitraum von 14 Tagen stagnieren oder gar ansteigen sollte. Das klappte gut. «Es gab aber auch Phasen, in welchen ich Gegensteuer geben konnte, wie ich wollte – es passierte nichts», sagt Anita Züllig. Doch das sei normal, da müsse man durch. «Man kann sich den Abnehmprozess als scharf gezackte Auf- und Ab-Linie vorstellen, ich nenne sie Haifischzähne.»

Austausch im Forum von eBalance

Diese Metapher hat sie im Forum von eBalance gefunden, wo sie sich mit anderen Mitgliedern austauscht. «Das brauchte zuerst etwas Überwindung, hat mich dann aber durch die ganze Abnehmzeit durchgetragen.»

Besonders hilfreich fand sie den eigenen Blog. «Da ich Dinge gerne ganzheitlich sehe, habe ich nicht nur auf meine Gewichtsentwicklung geachtet, sondern auch darauf, was mit mir passiert und was mich beschäftigt.» Die Feedbacks auf ihre Einträge waren für sie «extrem befruchtend». Besonders in Phasen, in welchen es mit ihrer Eigenmotivation haperte.

Das Körpergefühl im Kopf

Heute empfindet sich Anita Züllig wieder als «rechteckig», wie sie sagt. Denn auch ihr Selbstbild hat sich verändert. In den letzten Jahren gaukelte es ihr vor, sie sei schon immer «quadratisch gewesen» – selbst zu jener Zeit, als sie topfit war und aktiv Volleyball spielte, unter anderem in der Junioren-Nationalmannschaft. Vermutlich, so Anita Züllig, habe sie insgeheim befürchtet, nach ihrer Familie zu geraten, die zu Bäuchlein und Übergewicht neigt.

Aus diesem Grund achtet sie darauf, dass ihre drei normalgewichtigen Kinder von ihren neuen Ernährungsgewohnheiten nicht negativ beeinflusst werden. Als die 12-jährige Mira, ihre älteste Tochter, begann, sie nachzuahmen und Speisen auf die Küchenwaage zu stellen, «habe ich mit den Kindern spielerisch eine Art Kalorienquiz gemacht, ihnen aber ganz deutlich gesagt, dass sie bestens in Form sind und nicht abnehmen müssen.»

Weg vom Leistungsprinzip

Vermittelt hat sie ihrem Nachwuchs auch, dass es bei eBalance nicht einfach darum geht, weniger zu essen, sondern sich gesund zu ernähren und genug zu bewegen. Mira reagierte clever darauf: Als ihre Mutter wegen eines Geschäftstermin wieder einmal keine Zeit für ihre Jogging-Runde fand, empfahl sie ihr, nicht mit dem Auto hinzufahren, sondern zu Fuss zum Bahnhof zu gehen und in den Zug zu steigen. Dann würde sie auch gleich etwas für die Umwelt tun.

«Für mich als ehemalige Sportlerin war es zunächst schwierig, nicht nur nach dem Leistungsprinzip zu gehen», sagt Anita Züllig. «Ich dachte, alles was unter 30 Minuten Intensivtraining liegt, ist für die Katz.» Inzwischen hat sie verinnerlicht, dass jede körperliche Aktivität etwas bringt, egal, ob sie spazieren geht, Yoga macht, mit den Kindern vor dem PC turnt oder zu Fuss einkaufen geht.

Lebenslange Herausforderung

Das hilft Anita Züllig jetzt auch, schlank zu bleiben. «Allerdings war es leichter, motiviert zu bleiben, als die Pfunde purzelten», sagt sie. Sie treffe aber sofort Gegenmassnahmen, wenn sie nachlässig werde und sich dies auf der Waage bemerkbar mache. «Man darf sich nicht einreden, es sei nicht so schlimm.» Und man müsse sich bewusst sein, dass das Gewichthalten eine lebenslange Herausforderung sei. «Der Zugewinn an Attraktivität und Lebensfreude gleicht es aber leicht aus.»

Dass Anita Züllig ihre Geschichte nun öffentlich erzählt, war trotzdem nicht selbstverständlich. «Ich habe lange gewerweisst», sagt sie. «Schliesslich fand ich, dass das Porträt für mich selber wie eine Verpflichtung ist, zu meinem Körper Sorge zu tragen.»

Jolanda Lucchini, 08.2013

Hinweis: Alle Fotos sind Originalaufnahmen und wurden nicht mit Softwareprogrammen bearbeitet. Die darauf abgebildeten Personen haben ihr schriftliches Einverständnis zur Veröffentlichung gegeben. Beachten Sie, dass eine Gewichtsabnahme individuell verläuft und nicht im Einzelfall vorhergesagt werden kann.

Anita Zülligs Tipps
  • Wenn man in alte Verhaltensweisen zurückfällt, Nachsicht üben und über sich lächeln. Dann aber wieder auf den neuen Weg einbiegen.
  • Phasen, in welchen der Körper kein Gewicht hergeben will, nicht als Kampf betrachten. Sondern es cool nehmen und dran bleiben: Denn der Körpers stellt sich in solchen Phasen nur auf das neue Gewicht ein und passt den Kalorienbedarf an.
  • Beim Gewichthalten ein Limit setzen, das man auf keinen Fall überschreiten will. Und mit sich eine Vereinbarung treffen, welche Gegenstrategie zum Zuge kommt, falls es doch passieren sollte.
  • Sich etwas gönnen. Zum Beispiel regelmässig eine Reihe schwarze Schokolade.
  • Jeden Tag mindestens eine halbe Stunde Bewegung einbauen.
  • Viel trinken, je nach Bewegungsintensität bis zu drei Liter und mehr.

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